Ladetechnologien

Inverter (HF) Technologie 

Bei der Inverter Technologie wird der Ladevorgang der Batterie vollständig kontrolliert. Die Batterie wird mit konstantem Strom bis zu einer bestimmten Spannung geladen. Danach schaltet das Ladegerät auf spannungskonstante Ladung um. Durch permanente Soll-Ist-Wert Vergleiche der Ladespannung werden darüber hinaus auch Schwankungen der Netzspannung ausgeregelt. Der Ladestrom hat bei Ladegeräten mit Inverter Technologie eine sehr geringe Restwelligkeit und garantiert dadurch eine geringe Batterieerwärmung während des Ladens. Die Batterie wird schonend geladen – eine Über- oder Mangelladung wird vermieden. Durch diese, auch als primärgetaktete Technologie bezeichnete Form der Energieumwandlung werden bessere Wirkungsgrade und folgedessen ein geringerer Energieverbrauch erzielt. Von außen sind solche Geräte durch die um ca. ein Fünftel reduzierte Baugröße und das deutlich geringere Gewicht erkennbar.

 

Ungeregeltes 50 Hz Ladegerät mit 1-stufiger Kennlinie (W, Wa) 

Standardladegeräte funktionieren mit herkömmlichen 50Hertz Transformatoren und sind die einfachsten und billigsten Ladegeräte am Markt. Sie werden hauptsächlich mit ungeregelten Ladekurven, sogenannten W- oder Wa-Ladekennlinien angeboten. Da sich der Ladestrom in Abhängigkeit der Batteriespannung einstellt, und die Batteriespannung mit zunehmender Ladezeit ansteigt, kommt es zu einem Rückgang des Ladestroms mit zunehmendem Ladezustand. Netzspannungsschwankungen beeinflussen den Verlauf der Ladekurve sehr stark. Ist die Netzspannung zu niedrig, wird die Batterie nicht vollständig geladen. Es kann jedoch im umgekehrten Fall auch zu einer sehr hohen Ladespannung kommen, das führt zur Überladung, Gasung und Schädigung der Batterie. Neben dem hohen Gewicht derartiger Ladegeräte sind auch die Energiekosten verhältnismäßig hoch.

 

Ungeregeltes 50 Hz Ladegerät mit 2-stufiger Kennlinie (WoWa) 

50 Hz Batterieladegeräte mit 2-stufiger Kennlinie (WoWa-Ladegeräte) unterscheiden sich von 50 Hz Batterieladegeräten mit 1-stufiger Kennlinie durch eine Umschaltung während der Ladung. Ladestrom und Batteriespannung steigen zunächst rasch an. Nach einem Intervall mit hohem Ladestrom sinkt das Aufnahmevermögen der Batterie und der Ladestrom fällt entsprechend ab. Ab dem Erreichen eines bestimmten Wertes erfolgt mittels elektromagnetischem Schalter (= Schütz) eine Umschaltung auf die Nachladung. Diese Phase ist zeitlich begrenzt, danach schaltet das Gerät die Ladung automatisch ab. Eine separate Phase der Erhaltungsladung ist nicht vorgesehen.

Da die 50 Hz Ladetechnik weder auf das Alter der Batterie noch auf ihren Ladezustand eingeht, ist sie nicht mehr zeitgemäß. Vor allem im Bereich Traktionsbatterien ist sie jedoch nach wie vor weit verbreitet.

 
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Begriffserklärung