Earth Overshoot Day

Blog

29.07.2019

Ab 29. Juli bräuchten wir eine zweite Erde

Dass unsere auf immer weiterwachsenden Konsum ausgelegte Lebensweise unserem Planeten schwer zu schaffen macht, ist inzwischen bei den Meisten angekommen. Wie stark wir die Erde aber tatsächlich ausbeuten, zeigt sich jedes Jahr am Earth Overshoot Day (EOS). Ab diesem Tag hat die Menschheit mehr regenerative Ressourcen verbraucht, als unser Planet in einem Jahr produzieren kann. Von diesem Tag an konsumieren wir sozusagen auf Pump.

Auch in diesem Jahr fällt der Earth Overshoot Day auf den 29. Juli – wie auch schon im vergangenen Jahr. Das ist der Tag eines Jahres, an dem die menschliche Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen das Angebot und die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen übersteigt. Man kann sagen: Die Menschheit hat an diesem Tag die kompletten zur Verfügung stehenden regenerativen Ressourcen für das laufende Jahr verbraucht und lebt ab diesem Zeitpunkt auf Pump. Damit greifen wir die Substanz unseres Planeten an und produzieren zudem weiterhin Kohlendioxid (CO2). Ab 29. Juli bräuchten wir also eigentlich eine zweite Erde.


Berechnung des Earth Overshoot Day (EOS)

Der EOS lässt sich einfach berechnen. Dazu wird der globale ökologische Fußabdruck ins Verhältnis zur globalen Biokapazität innerhalb desselben Jahres gesetzt. Der ökologische Fußabdruck setzt sich aus dem Bedarf der Menschheit an pflanzlichen Lebensmitteln, Naturfasern und tierischen Produkten sowie dem Flächenverbrauch für Städtebau und Infrastruktur zusammen. Dazu kommt der CO2-Ausstoß, genauer gesagt die benötigte Waldfläche, um dieses CO2 zu binden.


Was kann der Mensch tun?

Ganz plakativ gesagt: aufhören zu konsumieren und den CO2-Ausstoß abstellen. Ein solch radikaler Schritt ist jedoch weder möglich noch sinnvoll. Aber jeder kann seinen Teil beitragen, um den globalen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Viele Kleinigkeiten kommen da zusammen und haben letztlich einen großen Einfluss auf das Gesamtbild. Es setzt allerdings ein Umdenken voraus. Mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren, weniger Fleisch konsumieren und darüber nachdenken, wie wir Strom produzieren und nutzen, können ein Anfang sein. Statt auf fossile Energieträger zu setzen, die bei der Verstromung CO2 freisetzen, sollten wir beispielsweise die Sonne als Energielieferanten nutzen.


Von 25 Jahren Erfahrung profitieren

Fronius ist seit über 25 Jahren in der Photovoltaik tätig und leistet damit schon mehr als zwei Jahrzehnte seinen Beitrag, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Diesen immensen Erfahrungsschatz kann jeder im Privaten nutzen, um seine persönliche Energiewende einzuläuten und seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Mit einer PV-Anlage auf dem Dach und der passenden Infrastruktur von Fronius, etwa dem Hybridwechselrichter GEN24 Plus, lässt sich der ganze Haushalt mit Strom versorgen. Verfügt die Anlage auch noch über einen Ohmpilot ist es zudem möglich, von April bis September die primäre Energiequelle – häufig eine Gas- oder Ölheizung – abzuschalten. Denn mit dem Ohmpilot wird in den Sommermonaten der gesamte Warmwasserbedarf mit Sonnenenergie produziert.

Auch im gewerblichen Umfeld können Anwender Photovoltaik sinnvoll und wirtschaftlich einsetzen. Meist liegen große Dachflächen vor und der größte Energiebedarf herrscht tagsüber, wenn die Sonne scheint. Beste Voraussetzungen also. Wie gut das funktioniert, zeigt das Beispiel der Biohandel GmbH von Familie Pichler im oberösterreichischen Hörsching. Bei Familie Pichler steht Nachhaltigkeit seit jeher ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Deshalb produziert sie etwa 40 Prozent der benötigten Energie, die sie zum Kühlen von Obst und Gemüse braucht, selbst und versorgt darüber hinaus auch noch ihre drei Firmen-PKW mit Sonnenstrom. Mehr dazu erfahren Sie hier.


Woher kommt der Earth Overshoot Day?

Der Earth Overshoot Day wird alljährlich vom Global Footprint Network veranstaltet und berechnet. Das Global Footprint Network ist eine internationale Forschungsorganisation, die Entscheidungsträgern eine Reihe von Instrumenten zur Verfügung stellt, die helfen sollen, das menschliche Wirtschaften in den ökologischen Grenzen der Erde zu halten.

In den vergangenen 50 Jahren hat sich der EOS immer weiter nach vorn verschoben. Reichten die nachwachsenden Ressourcen 1970 noch bis zum 29. Dezember, war der EOS 1989 bereits am 11. Oktober erreicht, 2009 schon am 18. August.