Pionier in Digitalisierung UND Vernetzung

Für viele ist es eine Revolution, für Fronius gelebte Wirklichkeit: die Digitalisierung. Bereits 1997 entwickelte das Unternehmen die erste digitale Schweißstromquelle der Welt und veränderte damit, nach der Einführung der Invertertechnologie, die Schweißtechnik wieder einmal von Grund auf. Seit dieser Zeit ist Fronius Treiber von Digitalisierung und Vernetzung in der Schweißtechnik, gilt als Technologieführer und bietet zahlreiche Lösungen, mit denen Anwender schnell, intuitiv und flexibel arbeiten können.

TPS: INITIALZÜNDUNG FÜR DIE DIGITALE REVOLUTION

Mit der TPS (TransPuls Synergic) definierte Fronius 1997 die Schweißtechnik neu. Die erste digitale Schweißstromquelle der Welt ist bis heute in zahlreichen Anwendungen erfolgreich im Einsatz und gilt nach wie vor als Maßstab bei höchsten technologischen Anforderungen: etwa in der Automobil- und Zulieferindustrie, im Apparate-, Maschinen- und Anlagenbau oder in der Fertigung von Schienenfahrzeugen und Schiffen. Die TPS lieferte reproduzierbare Schweißergebnisse in bis dahin unerreichter Qualität. Für Höchstleistungen sorgen eine hohe Stabilität und die digitale Kontrolle des Lichtbogens. Durch die Technologie, auf der die TPS-Geräteserie basiert, wurde es möglich, das weltweit kompakteste MIG/MAG Impulslichtbogen-System – die TPS 2700 – zu entwickeln. Dieses stellt dem Anwender bei gerade einmal 27 Kilogramm Eigengewicht einen Schweißstrom von 270 Ampere zur Verfügung. Ein weiterer Pluspunkt der „digitalen Revolution“: das menügeführte und vereinfachte Bedienkonzept, das Einarbeitungszeiten verkürzt und Fehler minimiert. Dank verschiedener Assistenzprogramme kann der Anwender mit der TPS schneller und effizienter arbeiten als jemals zuvor.

 

TPS/i: INTERAKTION ZWISCHEN MENSCH UND MASCHINE IM FOKUS

15 Jahre nach Einführung der TPS revolutionierte Fronius mit der intelligenten Geräteplattform TPS/i die Schweißtechnik aufs Neue. Die MIG/MAG-Schweißstromquelle führt als Nachfolger der TPS zusätzliche Funktionen ein, die die Nahtqualität perfektionieren. Möglich wird dies unter anderem durch den modularen Aufbau des Schweißsystems: Damit lässt es sich ganz einfach nach Bedarf um verschiedene Schweißverfahren und Software-Optionen erweitern. Im Fokus steht vor allem die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Das intuitive Klartextdisplay informiert über alle Geräteparameter mit Beschreibungstexten, das System erkennt automatisch alle verfügbaren Komponenten – das verhindert von vornherein Fehler wie etwa den Einsatz inkompatibler Teile. Die TPS/i überzeugt zudem durch ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten: Mit den sogenannten Welding Packages stehen dem Anwender mehrere Prozessvarianten zur Verfügung, darunter die von Fronius entwickelten PMC (Pulse Multi Control), LSC (Low Spatter Control) und CMT (Cold Metal Transfer). Das „kalte“ MIG/ MAG-Schweißverfahren CMT ist besonders vielseitig und eignet sich zum Fügen dünnster Bleche genauso wie für Wurzelschweißungen an Pipelines. Der Anwender erzielt darüber hinaus auch beim Fügen unterschiedlicher Materialien – zum Beispiel Stahl und Aluminium – hervorragende Ergebnisse.

 

WELDCUBE: SCHWEISSDATEN ANALYSIEREN UND PROZESSE VERBESSERN

Schweißen produziert eine große Menge an digitalisierbaren Informationen: Strom, Spannung, Drahtvorschubgeschwindigkeit, Lichtbogen- und Dynamikkorrekturen sowie Job- und Nahtbezeichnungen. Deren Überwachung ist wichtig, um einen fehlerfreien und effizienten Schweißprozess sicherzustellen. Fronius hat dafür das Dokumentations- und Datenanalysesystem WeldCube entwickelt. Es bereitet die wichtigsten Schweißinformationen auf und stellt sie übersichtlich zur Verfügung. Die umfangreichen Funktionen von WeldCube sorgen für vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Die Istwerte jeder Stromquelle lassen sich sowohl maschinenbezogen als auch übergreifend auf Bauteilebene dokumentieren. Sie können kontinuierlich überwacht und ausgewertet werden. Sollwerte, zum Beispiel Jobdaten, lassen sich ebenfalls beobachten und werden vom System über die gesamte Lebensdauer eines Schweißgeräts erfasst. In Verbindung mit der neuen Fronius‑Schweißgeräteplattform TPS/i ist es zudem möglich, Jobs zentral zu erstellen, zu editieren und zu vergleichen. Sämtliche Werte lassen sich in verschiedene Dateiformate exportieren oder direkt ausdrucken. Intelligente Statistik- und Filterfunktionen ermöglichen individuelle Analysen, die sich ganz nach den spezifischen Anforderungen des Nutzers richten. Diese können dann auf einem persönlichen Dashboard integriert werden. Per Netzwerk lassen sich mit einer WeldCube bis zu 50 Stromquellen verbinden und die Ergebnisse vom Computer oder mobil über Tablet und Smartphone abrufen. Damit unterstützt WeldCube eine hochwertige Produktion und hilft dabei, Abläufe nachhaltig zu verbessern und Kosten messbar zu reduzieren.

 

VIZORCONNECT: DER ERSTE HELM, DER MITDENKT

Gemeinsam mit OPTREL, Anbieter von aktiven Blendschutzprodukten, entwickelt Fronius einen intelligenten Schweißhelm, der die Arbeitssicherheit erheblich verbessert. Der VizorConnect ist der erste Helm, der sich per Bluetooth mit der Stromquelle verbindet und mit ihr kommuniziert. Sobald der Bediener am Schweißbrenner die Zündung des Lichtbogens aktiviert, erhält der Helm ein Signal, seinen Schirm abzudunkeln. Noch bevor der Lichtbogen tatsächlich zündet, wechselt der Sichtschutz vom offenen in den geschlossenen Modus. Das verhindert, dass die Augen dem grellen Licht des Lichtbogens ungeschützt ausgesetzt sind, wie es bei anderen Systemen für mehrere Zehntelsekunden der Fall sein kann. Besondere Sicherheit bietet der Helm auch dann, wenn der Lichtbogen vom Werkstück zeitweise verdeckt wird. Der VizorConnect hilft somit dabei, die Augen zu schonen und Ermüdung vorzubeugen.

 

WELDCONNECT: PER APP DER LÖSUNG AUF DER SPUR

Die Fronius-App WeldConnect unterstützt Anwender bei der Identifikation der passenden Schweißparameter. Dabei berücksichtigt die Software die verwendete TPS/i Stromquelle inklusive Schweißprozess, das Grundmaterial sowie Zusatzwerkstoff und Schutzgas. Die Eingabe der Daten erfolgt entweder manuell oder durch Scannen von QR-Codes von den Materialien (Grundwerkstoff, Gas und Schweißdraht) durch mobile Device. Daraus berechnet WeldConnect schnell und präzise die Abschmelzleistung sowie bei angenommener Schweißgeschwindigkeit die Streckenenergie und generiert eine finale Schweißlösung. Ein Zugriff auf die Schweißstromquelle oder das Herantasten an die richtigen Parameter ist damit nicht länger erforderlich. Die Ergebnisse lassen sich abspeichern, drahtlos als Job auf die TPS/i-Stromquelle übertragen oder mit einem Kollegen von Smartphone zu Smartphone teilen. Anwender profitieren von der einfachen Bedienung, dem geführten Ablauf und somit von einer schnellen Konfiguration passender Schweißlösungen. WeldConnect ist in deutscher und englischer Sprache für Android- und iOS-Geräte erhältlich.

 

VIRTUAL WELDUCATION: KOSTENLOSER EINSTIEG IN DIE WELT DES SCHWEISSENS

Wissenswertes rund ums Schweißen am Smartphone oder Tablet erklärt bekommen? Produktinformationen interaktiv erleben? Das macht Fronius mit der neuen App Virtual Welducation möglich. Das kostenlose Programm verbindet spielerisches Herantasten an die Materie über eine Gaming und Quiz-Applikation sowie einer Augmented-Reality-Anwendung zum virtuellen Schweißen von Fronius – genannt MagicFolder. Die Bedienung des MagicFolder ist denkbar einfach und funktioniert in Kombination mit der neuen Virtual Welding Broschüre: Jede Seite der Broschüre ist mit Markern in Form von Bildern versehen. Um zusätzliche Informationen abzurufen, erfasst der Leser mit der Kamera seines Smartphones oder Tablets einfach diese Markierungen und bekommt über die App Videos zu Virtual Welding, 3D-Simulationen der Schweißprozesse sowie Erklärungen der wichtigsten Vorzüge des virtuellen Schweißtrainings zur Verfügung gestellt. Mit Hilfe der Quiz-Applikation baut der Anwender spielerisch ein grundlegendes Schweiß-Know-how auf. Das Game vermittelt erste Erfahrungen zum Schweißen selbst. Ein Punktesystem und verschiedene Levels erhöhen die Motivation. Die Virtual Welducation App ist für Android und iOS kostenlos verfügbar.

 

ADDITIVE MANUFACTURING: KOMPLEXE 3D-MODELLE EINFACH SCHWEISSEN

Komplexe Bauteile, die quasi aus dem Nichts entstehen: Generative Fertigungsverfahren machen’s möglich. Unter dem Begriff 3D-Druck entwickeln sich momentan verschiedene additive Verfahren zu interessanten Alternativen für die Produktion – darunter auch aus der Schweißtechnik. Beim sogenannten Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) werden die Schichten eines Bauteils mit einem via Roboter oder CNC gesteuerten Schweißsystem einzeln nacheinander aufgetragen – ganz ohne den Einsatz von zusätzlichem Werkzeug. Damit ist auch die Fertigung anspruchsvoller Teilegeometrien problemlos möglich. Fronius demonstriert auf der SCHWEISSEN & SCHNEIDEN 2017 das enorme Potenzial der additiven Fertigung mit einem 3D-Modell einer Figur, die mit dem WAAM-Verfahren hergestellt ist. Es besteht aus mehreren Schweißpunkten, von denen jeder aus einer definierten Anzahl von Schweißzyklen gefertigt ist. Zum Einsatz kommt ein Roboterschweißsystem mit der Stromquelle TPS/i und dem Schweißprozess CMT. Mit der sogenannten Cycle Step-Funktion lässt sich jeder abgelöste Tropfen einzeln steuern. Dadurch kann der Schweißer exakt wählen, wie viele Schweißtropfen, also Zyklen, er ablösen möchte, und so sehr präzise arbeiten. Das erhöht die Reproduzierbarkeit.

We think you are located in a different country

The country currently selected is Austria. Would you like to stay on this page or do you want to switch to the local website?