Mehr als Meer: Schweißherausforderung bei Schiffsantrieben

Gewinner der Fronius Welding Challenge: Duplexstahl besteht aus einem zweiphasigen Gefüge. Hierfür wird Stahl mit Ferritbildnern (wie etwa Chrom, Titan oder Aluminium) mit Stahl mit Austenitbildnern (wie zum Beispiel Nickel oder Mangan) legiert. Das Verhältnis wird dabei so abgestimmt, dass es bei Abkühlung auf Raumtemperatur ausgewogen bleibt. Dadurch hat das Material eine höhere Festigkeit als herkömmliche Chrom-Nickel Stähle, eine hohe Dehn- und Verformbarkeit und ist sehr beständig gegen Korrosion.

Duplexstahl eignet sich deshalb besonders für die Chemieindustrie, aber auch für Anwendungen, bei denen Meerwasser eine Rolle spielt. Letzteres ist bei den Produkten von Hamilton Jet Global der Fall. Das Unternehmen mit Hauptsitz im neuseeländischen Christchurch ist seit mehr als 35 Jahren auf Antriebe für Schiffe und zugehörige Kontrollsysteme spezialisiert. Die Wasserstrahlantriebe fertigt Hamilton Jet in Neuseeland, ein Händlernetz vertreibt sie an Kunden in aller Welt. Zum Einsatz kommen die Produkte unter anderem in Feuerwehr- und Rettungsschiffen, Schnellfähren und Fischereischiffen, aber auch in Freizeitbooten.

 

Hamilton Jet verwendet Duplexstahl in der Fertigung von Verschleißringen für marine Wasserstrahlantriebe. Der Verschleißring schützt das Aluminium-Laufrad vor Abrieb durch die Rotation und durch angesaugte Schmutzpartikel. Neue Konstruktionen erfordern, dass diese Komponente geschweißt wird. Obwohl Hamilton Erfahrung mit Plasmaschweißen von dickem Material hat, stellt sich das Schweißen von nur eineinhalb Millimetern Duplexstahl als echte Herausforderung dar. Hamilton hat klare Anforderungen an die Qualität: Die Schweißverbindungen dürfen keine Randkerben aufweisen, der Verzug darf nur minimal sein und das Fügeverfahren darf die Korrosionsbeständigkeit des Werkstoffs nicht negativ beeinflussen.

 

Als leitender Anlagen- und Verfahrenstechniker ist Gary Martin dafür verantwortlich, dass alle nötigen Einrichtungen, Anlagen und Prozesse für die Einführung eines Produkts bereit sind. Damit obliegt es seiner Verantwortung, dass der Duplexstahl in der notwendigen Qualität geschweißt und die Herausforderung gemeistert wird. Als einer der Gewinner des Welding Challenge Contests hat er dafür Fronius an seiner Seite.

Die Fronius Welding Challenge

Spezielle Materialien, schwierige Umgebungen, hohe Ansprüche an Qualität und Effizienz: Beim Schweißen gibt es jede Menge Herausforderungen. Diesen widmet sich Fronius Perfect Welding mit seinem Welding Challenge Contest. Rund 60 Teilnehmer haben ihre Anwendungsfälle eingereicht, daraus hat eine Jury nun die Sieger ermittelt. Ihr Gewinn: Gemeinsam mit ihnen entwickelt Fronius maßgeschneiderte, clevere Lösungen für ihre ganz besonderen Welding Challenges.

GARY MARTIN - Betriebsleiter bei Hamilton Jet in Neuseeland

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