19.05.2026
Anwenderbericht

Hargassner und Fronius gehen Hand in Hand: Technologie für die Energiewende

Wenn zwei Unternehmen nicht nur Produkte, sondern gemeinsame Werte und Visionen teilen, entsteht mehr als eine Geschäftsbeziehung: Es entsteht eine Partnerschaft, die aktiv Zukunft gestaltet. Hargassner und Fronius sind zwei solcher Unternehmen. Beide wurden mit dem Anspruch gegründet, Bestehendes zu verbessern und neue Wege zu gehen. Heute sind sie nicht nur technologisch führend, sondern auch treibende Kräfte der Energiewende – jeder auf seinem Gebiet, gemeinsam in ihrer Haltung. Beispiele dafür sind die Schweißgeräteplattform TPS/i von Fronius oder die innovativen Heizsysteme mit ECO-Control von Hargassner.
Hargassner Holzparkhaus

Miteinander gewachsen, technologisch verbunden

Die Wurzeln dieser Partnerschaft reichen zurück in die 1980er Jahre: Damals setzte Hargassner erstmals auf die Fronius Compact 250 – ein Gerät, das besonders für seine Langlebigkeit und Zuverlässigkeit bekannt war und infolge seiner Robustheit auch jetzt noch einsatzfähig wäre.

Schon damals überzeugte Fronius mit technischen Lösungen, die ihrer Zeit voraus waren. Ein Beispiel dafür ist die Teflon-Seele im Drahtvorschubsystem: Sie sorgt für einen besonders gleichmäßigen Drahttransport und reduziert die Reibung im Schlauchpaket – ein klarer Vorteil, gerade bei empfindlichen Zusatzwerkstoffen wie Aluminium.

Zudem verfügte das Gerät über eine Art „Programmautomatik“: Strom und Spannung wurden automatisch aus dem individuell eingestellten Drahtvorschub abgeleitet – ein Prinzip, das als früher Vorläufer des Synergic-Schweißens gilt. Bei dieser Funktion sind die Schweißparameter intelligent miteinander verknüpft und passen sich dynamisch an. Anton Hargassner Senior erinnert sich: „Wir haben damals eine Vielzahl von Schweißgeräten getestet – doch Fronius setzte sich klar als Nummer eins durch. Die Compact 250 lief so zuverlässig, dass wir gleich mehrere Geräte angeschafft haben. Seitdem setzen wir konsequent auf Fronius Technologie. Auch meine Söhne, die inzwischen die Geschäftsführung übernommen haben, führen diesen Weg mit derselben Überzeugung weiter.“

Zukunftsorientierte Schweißtechnik ist Teil der Qualitätsstrategie

Heute setzt Hargassner auf hochmoderne Fronius Schweißsysteme wie zum Beispiel die TPSi-Plattform. Diese überzeugt durch digitale Vernetzung und fortschrittliche Schweißprozesse wie Low Spatter Control (LSC), Pulse Multi Control (PMC) oder SynchroPulse. Jede dieser Technologien bietet spezifische Vorteile: weniger Nacharbeit, höhere Nahtqualität, gesteigerte Schweißgeschwindigkeit sowie maximale Energieeffizienz. In Kombination mit den robusten TransSteel-Geräten, die speziell für den Stahlbau entwickelt wurden, entsteht eine Fertigungsumgebung, die Präzision und Zukunftsfähigkeit vereint.

„Die Qualität unserer Heizkessel steht und fällt mit dem Schweißprozess. Entscheidend ist, dass die Nähte – ob Kehlnähte oder Überlappnähte – sauber und möglichst spritzerfrei ausgeführt werden. Nur dann können die Bauteile ohne zusätzliche Nacharbeit direkt pulverbeschichtet werden. Bei Kehlnähten kommt es zudem auf ein konstant gehaltenes A-Maß an, um eine gleichbleibend hohe Nahtqualität sicherzustellen. Ebenso wichtig ist die Luftdichtheit der Nähte – sie verhindert gefährliche Verpuffungen im Heizbetrieb, die nicht nur mechanische Schäden verursachen, sondern auch Menschen ernsthaft gefährden können. Seit Jahrzehnten setzen wir deshalb auf Schweißtechnik von Fronius. Die Geräte überzeugen durch intuitive Bedienung, praxisgerechte Funktionen und garantieren die Schweißqualität, die wir für unsere Fertigung brauchen: robust, präzise und zuverlässig“, erklärt Roman Baumgartner, Schweißaufsicht bei Hargassner.

Bemerkenswert: Rund neun Prozent der erzeugten Sonnenenergie fließen bei Hargassner direkt in die Schweißprozesse. Das zeigt, wie eng Technologie und Umweltbewusstsein im Unternehmen verknüpft sind. „Energie ist für uns nicht nur ein Mittel zum Zweck – sie ist Teil unserer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Mit unserer Photovoltaikanlage leisten wir einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Fertigung“, bringt es Florian Pommer, Bereichsleiter Technik und Standortentwicklung, auf den Punkt.

Energieeffizienz als Prinzip – in der Fertigung und darüber hinaus

Bestärkt durch die jahrzehntelange, partnerschaftliche Zusammenarbeit der zwei Unternehmen, war es für Hargassner ein logischer Schritt, die 2021/2022 errichtete PV-Anlage mit 1.500 kWp am Standort Weng mit Wechselrichtern von Fronius auszustatten. Dabei setzte man auf den besonders robusten, gewerblichen Wechselrichter Fronius Tauro. Durch das extrem widerstandsfähige Design mit aktiver Kühlung und doppelwandigem Gehäuse trotzt das Gerät auch widrigsten Wetterbedingungen. So schafft es der Fronius Tauro, auch bei direkter Sonneneinstrahlung oder extremer Hitze durchgehend effizient zu bleiben und nicht ins Derating (Reduktion der Ausgangsleistung zum Schutz des Geräts) zu fallen.

Nach den ersten positiven Erfahrungen entschloss man sich 2024 dazu, die Anlage um 1.000 kWp zu erweitern. Dabei setzte Hargassner auf den neuen Gewerbe-Wechselrichter Fronius Verto, der in den Leistungsklassen von 15 bis 33,3 kWp erhältlich ist. Das Multi-MPPT-Konzept (Maximum Power Point Tracking) schafft auch bei unterschiedlichen PV-Modul-Ausrichtungen maximale Effizienz und liefert optimale Erträge, sogar bei anteiligen Verschattungen. So wird garantiert, dass das Maximum der erzeugten Sonnenenergie direkt in die Fertigung geliefert wird – praktisch von der Sonne bis zum Lichtbogen. Heute liegt die Eigenverbrauchsquote bei 80 %, lediglich 20 % werden noch ans Netz abgegeben.

„Unsere Photovoltaikanlage ist mit ihrer jährlichen Gesamtleistung von 1,9 Gigawattstunden erzeugtem Sonnenstrom das Herzstück unserer Stromversorgung. Wir sprechen hier von einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 450 österreichischen Haushalten“, zeigt Pommer auf.

Die mittlerweile 2.500 kWp umfassende Photovoltaikanlage am Standort Weng liefert nicht nur Strom für IT-Infrastruktur, Produktionsmaschinen und Schweißgeräte – auch die Flurförderzeuge werden mit PV-Strom versorgt. Hier kommen Ladegeräte der Produktlinie Fronius Selectiva zum Einsatz. Ihr intelligenter Ri-Ladeprozess passt die Ladekurve automatisch an den Innenwiderstand jeder Batterie an – das reduziert Energieverluste, verlängert die Lebensdauer der Stapler-Batterien und steigert die Betriebssicherheit. Ein spürbarer Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Effizienz im täglichen Betrieb.

„Unsere Selectiva-4.0-Ladegeräte sind nicht nur besonders energie- und ressourcenschonend – sie lassen sich auch nahtlos in unser PV-basiertes Energiemanagement integrieren“, betont Florian Pommer.

Wärme aus der Natur – intelligent genutzt

Hargassner steht für Hightech im Dienste der Nachhaltigkeit. Das Unternehmen bietet ein breites Portfolio an Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien – von Pellets- und Stückholz- über Hackschnitzelheizungen bis hin zu Luft/Wasser-Wärmepumpen. Die Hackschnitzelheizungen ermöglichen CO₂-neutrales Heizen mit Restholz aus der Region. Dank innovativer Verbrennungstechnologie und Eco-Control – einem intelligenten Steuersystem mit automatischer Brennstofferkennung, Feinstaubreduktion und Glutbettniveau-Regulierung – erreichen sie höchste Wirkungsgrade bei minimalen Emissionen.

„Eco-Control ist für uns ein echter Fortschrittsmotor – weil hier nicht nur Technik verbaut ist, sondern aktiver Umweltschutz“, zeigt sich Markus Hargassner, Geschäftsführer und Sohn des Firmengründers, überzeugt. Mit Leistungen bis zu 2,5 MW und Kaskadenlösungen für Industrie und Landwirtschaft deckt Hargassner die gesamte Bandbreite der erneuerbaren Wärmeversorgung ab. „Bei Hargassner stehen wir für Lösungskompetenz – vom Einfamilienhaus bis zur Fernwärmeversorgung.“

Ein Holzparkhaus als Statement

Ein Leuchtturmprojekt der gemeinsamen Vision ist das neue Holzparkhaus am Hargassner-Firmengelände. Die Konstruktion aus heimischem Holz, die Split-Level-Bauweise zur Flächenreduktion, die Stromversorgung aus der Photovoltaikanlage und die Integration von 30 E-Ladestationen machen das Gebäude zu einem Vorzeigeprojekt für zukunftsorientierte Mobilität und Baukultur. Die mit der Bauweise verbundene CO₂-Einsparung von über 4.600 Tonnen unterstreicht die ökologische Wirkung – ebenso wie die Auszeichnung mit dem Oberösterreichischen Holzbaupreis 2025 in Gold.

Das Rieder Architekturbüro Matulik achtete während der gesamten Projektabwicklung darauf, möglichst regionale Betriebe einzubinden – ein anschaulicher Beleg für die gelebte regionale Verbundenheit und das vorausschauende Wirtschaften von Hargassner.

„Das Parkhaus ist für uns mehr als Infrastruktur – es ist ein Symbol für das, was möglich ist, wenn man Ressourcenschonung konsequent denkt“, betont Florian Pommer.

Familienwerte als Fundament für Innovation

Hargassner und Fronius sind nicht nur technologisch starke Partner – sie teilen auch eine gemeinsame Herkunft. Beide Unternehmen wurden in Oberösterreich gegründet, sind bis heute familiengeführt und tief in ihrer Region verwurzelt. Was als Visionen in kleinen Ortschaften begann, hat sich zu international erfolgreichen Unternehmen entwickelt, die ihre Werte nie aus den Augen verloren haben.

Markus Hargassner beschreibt diesen Geist so: „Das Versprechen meines Vaters an meine Mutter, ihr eine Heizung zu bauen, bei der sie nie wieder Holz nachlegen muss, begleitet uns bis heute. Es war der Ausgangspunkt unserer Entwicklung – und wir leben diesen Anspruch von Generation zu Generation weiter.“

Heute vertreibt das Unternehmen seine Heizsysteme in über 40 Ländern und sieht den Markt trotz globaler Herausforderungen positiv. „Der erneuerbare Weg ist eingeschlagen – nicht nur in unserer Generation, sondern auch in der nächsten. Dafür forschen und agieren wir.“

Auch Fronius teilt diese Haltung. Beide Unternehmen sind innovationsgetrieben und denken langfristig. „In der Automatisierung, in der KI-Technik und bei der Feinabstimmung unserer Systeme gibt es noch viele Themen, bei denen wir gemeinsam vorankommen werden“, so Hargassner weiter. „Gerade im Bereich der vernetzten Produktion mit ihrer technologiebasierten Prozesssteuerung kann uns Fronius entscheidend unterstützen – wir entwickeln hier verkettete Prozesse, die darauf ausgelegt sind, die Abläufe wirtschaftlich, präzise und wiederholbar zu gestalten, mit dem Ziel, gemeinsame Lösungen für eine zukunftssichere Fertigung zu finden.“

Partnerschaft mit Verantwortung

Was Hargassner und Fronius verbindet, ist mehr als Technologie. Es ist die Überzeugung, dass Fortschritt nur dann wirtschaftlich ist, wenn er ökologisch und sozial verantwortungsvoll gestaltet wird. Beide Unternehmen zeigen, wie sich Innovationskraft und Umweltbewusstsein nicht widersprechen, sondern gegenseitig verstärken. In ihrer Partnerschaft entsteht ein Zukunftsmodell, das weit über die Region hinaus Wirkung zeigt.

„Unsere Zusammenarbeit mit Fronius ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen und dem gemeinsamen Ziel, die bestmöglichen Lösungen für Mensch und Umwelt zu schaffen“, heißt es bei Hargassner.

Mit dieser Haltung gestalten Hargassner und Fronius nicht nur Produkte – sie gestalten Zukunft mit Verantwortung.

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