Aluminium-Schweißen

Stabile Verbindungen, geringes Gewicht

Anwendung Aluminiumschweißen

Herausforderung beim Aluminium-Schweißen

Aluminiumlegierungen gehören – neben Stahl – zu den meistverwendeten Konstruktionswerkstoffen im Metallbereich. Ihr geringes Gewicht, nur etwa ein Drittel von Stahl, macht sie besonders attraktiv für den Leichtbau, etwa in der Automobil- oder Luftfahrtindustrie.

Das Schweißen von Aluminium stellt jedoch eine besondere Herausforderung dar: Die Oberfläche ist von einer stabilen Oxidschicht bedeckt, die einen deutlich höheren Schmelzpunkt besitzt als der darunterliegende Grundwerkstoff. Diese Kombination erschwert den Schweißprozess und erfordert präzise Prozesskontrolle und Erfahrung, um gleichbleibend hochwertige Ergebnisse zu erzielen.

Wissenswertes über Aluminium

Reines Aluminium (Al99,5) besitzt nur eine geringe Festigkeit. Durch die Zugabe von anderen Metallen lässt sich die Festigkeit deutlich steigern – so kann Aluminium auch in beanspruchten Konstruktionen eingesetzt werden.

Das Aufbrechen der schützenden Oxidschicht von Aluminium gelingt nur mit einer positiv gepolten Elektrode, was beim was beim MIG-Schweißen problemlos funktioniert – im Gegensatz zum WIG-Schweißen, wo dieser Schritt technisch anspruchsvoller ist.

Beim Aluminium-Schweißen kommen ausschließlich inerte Schutzgase in Frage. Aktive Gase würden die Schmelze oxidieren und die Qualität der Schweißnaht beeinträchtigen. Besonderes Augenmerk gilt der Sauberkeit: Zusatzwerkstoffe, Werkstückoberfläche und Schutzgasleitungen müssen frei von Verunreinigungen sein. Denn Aluminium reagiert stark mit Wasserstoff – und das führt schnell zu Porenbildung im Schweißgut.

Schweißen von Aluminium

Aluminiumlegierungen im Überblick

Die wichtigsten Bestandteile von Aluminium-Legierungen und deren Eigenschaften sind:

  • Magnesium (Mg)
    0,3 - 7 % höhere Festigkeit, feinere Körnung
  • Mangan (Mn)
    0,3 - 1,2 % bessere Korrosionsbeständigkeit, höhere Festigkeit
  • Kupfer (Cu)
    etwa 5 % höhere Festigkeit, geringere Korrosionsbeständigkeit, wichtig für Härtbarkeit
  • Silizium (Si)
    12 % für Guss, senkt den Schmelzpunkt auf 577 °C, jedoch mit grobem Korn
Magnesium, Mangan, Kupfer, Silizium und Aluminium
Daumen hoch

Vorteile

/ Leichtbauwerkstoff

/ Gute Korrosionsbeständigkeit

/ Hohe Wärmeleitfähigkeit

/ Zäh bei tiefen Temperaturen

/ Festigkeit steigerbar durch Legierungselemente

Daumen nach unten

Nachteile

/ Starke Oxidschicht

/ Empfindlich für Porenbildung – daher schwierig zu schweißen

/ Höhere Kosten, zum Beispiel im Vergleich zu Stahl

Newsletter Anmeldung

Aluminium schweißen

Professionelle Stromquellen zum Aluminium-Schweißen

TPSi-320i

TPS 320i

  • MIG/MAG Schweißgerät
  • Integrierte Datendokumentation
  • Intuitives Touch-Display  

Fortis 400

  • Zuverlässige und stabile Schweißperformance für alle manuellen Anwendungen
  • Digitale übersichtliche Benutzeroberfläche
  • Volle Konnektivität
iWave 230i

iWave 230i

  • Wechselstrom-WIG-Schweißgerät der neuen Generation
  • Intuitive Menüführung
  • Erweiterbar um optionale Funktionspakete
1 / 3

Stellen Sie Ihre unverbindliche Anfrage direkt an uns